28 September 2026

Hitzewelle, Trockenheit und Waldbrandgefahr: Rückblick auf den Sommer 2026

Nebst den zahlreichen Temperaturrekorden zwischen Juni und August 2026 waren diese Monate in der Schweiz von extremer Trockenheit und einer hohen Waldbrandgefahr gekennzeichnet. Im Laufe des Sommers informierten und warnten die Kantone und die Nationale Alarmzentrale (NAZ) in Zusammenarbeit mit ihren Partnern die Bevölkerung.

Auf dem Höhepunkt des Sommers waren bis zu 35 Meldungen gleichzeitig auf Alertswiss aktiv. Zunächst, zwischen Juni und Juli, handelte es sich hauptsächlich um kantonale Meldungen zu den Hitzewellen, begleitet von Verhaltensempfehlungen. Mit der sich intensivierenden Trockenheit betrafen die meisten von den Kantonen im Juli über Alertswiss versandten Meldungen das strenge Verbot von Feuern im Freien, insbesondere in Waldnähe, sowie das Verbot des Abbrennens von Feuerwerk. Der Nationalfeiertag am 1. August und die mit den traditionellen Feuerwerken verbundenen Brandgefahren trugen ebenfalls zur Verhängung dieser Verbote bei.

Die Kantone an vorderster Front bei der Information und Warnung der Bevölkerung

Die kantonalen Behörden spielten eine zentrale Rolle bei der Publikation der Meldungen auf Alertswiss und, im weiteren Sinne, bei der Information und Warnung der Bevölkerung. Als die Wetterlage zunehmend besorgniserregender wurde und die Brandgefahr aufgrund der extremen Trockenheit, von der fast die gesamte Schweiz betroffen war, zunahm, intensivierte sich der Austausch zwischen den kantonalen Führungsorganen und der Nationalen Alarmzentrale (NAZ). Mit mehreren Kantonen wurde die Lage periodisch besprochen.

Eine nationale Hitzewelle-Meldung

Am 28. Juli veröffentlichte die Nationale Alarmzentrale (NAZ) eine nationale Alertswiss-Meldung mit dem Titel «Hitzewelle» der Stufe «Information». Diese für die gesamte Schweiz geltende Meldung diente dazu, die Bevölkerung über die Verhaltensempfehlungen angesichts der intensiven Hitzewelle zu informieren.

Die MeteoSchweiz (Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie) hatte die NAZ im Vorfeld über eine etwa einwöchige Hitzewelle mit den Gefahrenstufen 3 und 4 für das Flachland informiert. Ausschlaggebend für die Veröffentlichung einer landesweiten Information waren vor allem die grosse geografische Ausdehnung der Warnung auf den Grossteil des Landes, die prognostizierten Gefahrenstufen 3 und 4 (wobei Stufe 4 die höchste darstellt) sowie die erwartete Dauer der Hitzeperiode. Mit der Publikation einer einzigen, landesweiten Meldung konnte die Darstellung in der Alertswiss App und Website übersichtlicher gehalten werden, da dort bereits von fast jedem Kanton eine Meldung zum kantonal geltenden Feuer- und Feuerwerksverbot publiziert worden war.
Die Alertswiss-Meldung wurde am 15. August zurückgezogen, als die Hitzewelle keinen nationalen Charakter mehr aufwies.

Zusammenarbeit mit den Partnern des Bundes

Der regelmässige Austausch mit den Fachleuten von MeteoSchweiz ermöglichte es, die neuesten meteorologischen Entwicklungen zu verfolgen und den geeigneten Zeitpunkt für die Veröffentlichung dieser nationalen Meldung genau zu bestimmen. Zudem fand ein Austausch mit den Fachleuten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) statt, um Verhaltensempfehlungen für die Bevölkerung auszuarbeiten. Parallel dazu wurde die Lage in Bezug auf Trockenheit und Waldbrände von den Fachleuten des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) überwacht.

Durch den engen und regelmässigen Austausch mit den Partnern auf Bundesebene konnte die Situation jederzeit exakt beurteilt werden. Dies half auch dabei, die notwendigen Prozesse zu definieren und die Bevölkerung während dieser besonderen Phase aus einer Hand zu informieren.

Blick in die Zukunft

Da extreme Naturereignisse im Zusammenhang mit dem Klimawandel in den kommenden Jahren voraussichtlich häufiger und intensiver auftreten werden, setzen die NAZ und ihre Partner ihren Austausch fort, um die im Sommer 2026 eingeführten Abläufe langfristig zu verankern. Insbesondere ist vorgesehen, dass bei künftigen Hitzewellen, die das gesamte Gebiet der Schweiz betreffen, eine nationale Alertswiss-Meldung nach Vorbild des Sommers 2026 veröffentlicht wird.

Weitere Informationen

MeteoSchweiz hat in ihrem Blog mehrere Artikel zu den wichtigsten Wetter- und Klimaphänomenen dieses Sommers veröffentlicht. Dort finden Sie unter anderem eine Zusammenfassung der Lage in der Westschweiz und im Wallis im August (der Beitrag ist ausschliesslich auf Französisch verfügbar) sowie Artikel über die Trockenheit und über den Klimawandel und die Waldbrände. Der Klimabericht für den Sommer 2026 in der Schweiz ist ebenfalls verfügbar.

Die Fachstellen für Naturgefahren des Bundes veröffentlichen ausserdem Warnbulletins zu Naturgefahren, die detaillierte technische Informationen zu den vom Bund ausgegebenen Warnungen enthalten. Diese Bulletins sind unter www.naturgefahren.ch verfügbar.

Bleiben Sie über aktuelle Gefahren auf dem Laufenden, indem Sie die Alertswiss-App herunterladen oder die Website www.alert.swiss besuchen.

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