19 Februar 2026

Informationsveranstaltung zum Innovationsförderungsprojekt «Inklusive Informations- und Kommunikationstechnologien (IICT)»

Am 20. Januar 2026 präsentierten Projektmitwirkende Resultate aus dem von Innosuisse geförderten und von der Universität Zürich geleiteten, seit 2022 laufenden Innovationsförderungsprojekt IICT (Inclusive Information and Communication Technologies).

Forschungsinstitutionen, potentielle Nutzerorganisationen und verschiedene Firmen haben im Rahmen dieses Projekts gemeinsam Grundlagen und Lösungen entwickelt, um mit Hilfe moderner Technologien die Barrierefreiheit von audiovisuellen Medien und elektronischen Informationsangeboten zu verbessern.
Rund 120 Mitarbeitende der Bundesverwaltung, aus öffentlichen Verwaltungen, Medien, Forschung und weiteren Mitgliederorganisationen und -unternehmen aus dem Netzwerk Allianz Digitale Inklusion Schweiz (ADIS) informierten sich über neue Möglichkeiten, Informationsangebote barrierefrei zu gestalten.

Eine Off-Stimme beschreibt, wo sich die Szene eines Films abspielt und wie die Protagonisten angezogen sind. Eine solche Stimme ist ein wichtiges Hilfsmittel, damit Menschen mit Sehbehinderungen einen Film ebenfalls geniessen können. Weitere wichtige Hilfsmittel im Rahmen von IICT sind Untertitelungen oder Texte in Leichter Sprache. Die digitale Assistenzsysteme können die Erstellung diese Filme, Audioinhalte, Websites und Apps barrierefrei zur Verfügung stellen.

Kooperation für innovative, barrierefreie Lösungen

Im Rahmen des Innovationsförderungsprojekts haben sich Forschungsinstitutionen, Verbände und Organisationen des Zielpublikums (Interessenverbände von Menschen mit Behinderungen), Anbieterfirmen von Lösungen für barrierefreie Inhalte und Abnehmer solcher Produkte («Implementationspartner») zusammengetan, um mit Hilfe neuester Forschungsergebnisse und Technologien Lösungen zu entwickeln, welche für Betroffene einen echten Mehrwert darstellen und teilweise die Bereitstellung barrierefreier Inhalte überhaupt erst ermöglichen.

An der Veranstaltung stellte beispielsweise die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH) Zürich digitale Gebärdende vor, die sie zusammen mit der University of Surrey erarbeitet hatte.

Solche digitale Repräsentationen sehen wie reale Menschen aus und können eingesetzt werden, um Inhalte, welche dynamisch aus vorgefertigten Inhalten zusammengesetzt werden, unmittelbar in Gebärdensprache zu übersetzen – etwa Wettervorhersagen oder Fahrpläne.

Gesellschaftliche Relevanz und wachsende Möglichkeiten

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz demonstrierte die sich in Entwicklung befindende, automatisierte Erstellung von Texten in Leichter Sprache für Informations-, Warn- und Alarmierungsmeldungen, wie sie über die App Alertswiss verbreitet werden. Swisstxt präsentierte u. a. Arbeiten zu akustischen Bildbeschreibungen, die künftig als zusätzliche Tonspur für Filme zur Verfügung stehen sollen.

Markus Riesch vom eidgenössichen Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB und Sarah Ebling, Leiterin des Projekts vom Institut für Computerlinguistik der Universität Zürich, zeigten die zunehmende gesellschaftliche Relevanz barrierefreier Lösungen und die stetig wachsenden Möglichkeiten in Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz auf. Beide betonten, dass die Bedürfnisse der Zielgruppen immer im Fokus stehen müssen und nicht vorschnell technologische Lösungen anstelle menschlicher Interaktion (z. B. mithilfe von Gebärdendolmetscher/-innen), treten dürfen. Teilnehmende und Referierende nutzten die Veranstaltung auch für Diskussionen und die Stärkung des Netzwerks.

Die vom EBGB mit weiteren engagierten Organisationen gestartete Allianz Digitale Inklusion Schweiz als Mitveranstalterin des Anlasses stösst weiterhin auf grosses Interesse. Die ADIS setzt sich für eine gerechte und inklusive digitale Gesellschaft ein und verfolgt das Ziel, die digitale Teilhabe für alle zu fördern.

Mehr Informationen unter:

Willkommen! | Flagship Inclusive Information and Communication Technologies (IICT) | UZH

Allianz Digitale Inklusion Schweiz – Allianz Digitale Inklusion Schweiz ADIS

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