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21 Juli 2016

Hintergründe und Tipps zum Lebensmittel-Notvorrat

Die Vorbereitung auf den Weltuntergang – sei dies als Zusammenbruch der staatlichen Versorgungsleistungen aus irgendwelchen Gründen, einen Atomkrieg oder gar eine Zombie-Apokalypse – wirken für einen Grossteil der Bevölkerung der Schweiz übertrieben. Sogenannte «Prepper» («prepared» = vorbereitet) sind getrieben von solchen Horrorszenarien und bereiten sich bis ins kleinste Detail auf den schlimmsten Fall vor. In den USA wird dies oft auf die Spitze getrieben. In der Schweiz fragen sich hingegen viele: «Wozu brauche ich einen Notvorrat? Bei uns passiert doch nichts.» Warum? Weil ein Notvorrat nicht nur im schlimmsten Fall sinnvoll ist. Wann immer der Einkauf frischer Lebensmittel nicht möglich ist, kein Wasser aus den Leitungen kommt oder wir ohne Strom im Dunkeln tappen, sind wir froh, wenn wir uns ein wenig vorbereitet haben. Tipps zur Integration Ihres Notvorrats in den Alltag sowie welche Vor- und Nachteile verschiedene Arten der Aufbewahrung von Lebensmitteln haben, zeigen wir Ihnen in diesem Blog-Beitrag.

Das Bild zeigt einen Screenshot einer Szene der Fernsehsendung Galileo. Ein Klick auf das Bild leitet auf das Video der Sendung weiter.
Im Galileo-Spezial «Bereit fürs Ende?» vom 23. Mai 2016 besucht ein Fernsehteam unter anderem diverse amerikanische Prepper, deutsche Haushalte, einen Schweizer Bunkerbesitzer und das deutsche Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK.

Wie in Deutschland empfehlen in der Schweiz das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS und das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL den Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz, einen Notvorrat für rund eine Woche bereit zu halten. Dabei soll der Notvorrat nicht nach dem Motto «Aus dem Auge, aus dem Sinn» im Keller auf schlechte Zeiten warten, sondern in den Alltag integriert werden. Während es einleuchtend ist, dass Kerzen sowohl als Dekoration im Alltag als auch als Lichtquelle bei einem Stromausfall dienen können, ist es oft nicht ganz einfach, sich vorzustellen, wie der Notvorrat möglichst einfach ins alltägliche Leben integriert werden kann.

Integration in den Alltag

Um die Integration in den Alltag möglichst einfach zu machen, nehmen Sie Lebensmittel in Ihren Notvorrat auf, die Ihren gewöhnlichen Essgewohnheiten entsprechen. Wenn Sie also noch nie eine Büchse Ravioli gegessen haben, ist es auch nicht ratsam, diese «für den Fall» zu lagern – wenn der Fall nie eintritt, müssen diese Lebensmittel nämlich entsorgt werden. Werden die Lebensmittel im Notvorrat laufend verbraucht und ersetzt, bleibt auch die Lebensmittelverschwendung gering. Beim Ersetzen der Lebensmittel ist zu beachten, dass die frisch gekaufte Ware hinter oder unter die ältere Ware versorgt wird, damit die älteren Lebensmittel zuerst verbraucht werden.

Doch wie kann der Notvorrat auf die gewöhnlichen Essgewohnheiten zugeschnitten werden? Wer beispielsweise gerne asiatisch kocht, verwendet häufig Reis, Sojasauce und Erdnussbutter. Diese Artikel bilden dann den Grundstock der Ernährung und können im Alltag mit frischer Ware ergänzt werden, z. B. mit frischem Gemüse und geschnetzeltem Poulet. Im Notfall kann jedoch aus ihnen eine komplette Mahlzeit ohne zusätzliche Einkäufe hergestellt werden. Auf mediterrane Präferenzen übertragen, besteht der Grundstock beispielsweise aus Pasta, eingelegten Oliven und Tomatensauce; wer die mitteleuropäische Küche bevorzugt, hat Kartoffelstockpulver, Bratensauce und Erbsen in der Dose auf Vorrat. Eine komplette Liste mit Ideen zu diesem Grundstock finden Sie hier.

Obwohl es durchaus auch in der Schweiz Möglichkeiten gibt, ganze Nahrungsmittel-Notfallpakete einzukaufen, ist dies nicht zwingend nötig. Wer einen Grundstock an Lebensmitteln zuhause hat, ist nicht nur für Notsituationen gerüstet – sondern auch auf unerwarteten Besuch gefasst!

Lagerung von Lebensmitteln

Vor- und Nachteile der Lagerungsmethoden

Tabelle Vor- und Nachteile

Um sich optimal auf einen Notfall vorzubereiten, hilft Ihnen unser Notfallplan inklusive einer Notvorrats-Checkliste.

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Kommentare (2)

  1. Günter sagt:

    Hallo AlertSwiss-Team,
    ich verwechselt Prepper mit den in USA sogenannten Doomsday-Prepper. Die Dooms-dayer in USA haben wirklich einen Flick ab und kaufen sogar Zombiemunition, aber bitte stellt das in Eurem Bericht richtig, die Prepper Bewegung in D-A-CH sind normale Leute die sich in etwa so vorbereiten wie einst unsere Grosseltern.
    P.S. – Ansonsten finde AlertSwiss und was dahinter steht super toll, Ihr habt den Nagel auf den Kopf getroffen. 😉

    Viele Liebe Grüsse
    Günter

  2. Gabriella Erismann sagt:

    Dankeschön für die interessanten Tipps ! da mache ich auch morgen gleich ein Notvorrat für mich und meinen Mann.
    Ich bin mir ja 1 Woche Fasten schon gewohnt, aber wenn es länger gehen könnte, weiss man ja nie. Zum Glück habe ich euch heute per Zufall gefunden, da ich die Migros-Zeitung gelesen habe. ganz liebi Grüessli Gabriella

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