9 Mai 2017

3. Konferenz Sicherheitsverbund Schweiz zum Thema Cyber-Risiken

Am 4. Mai 2017 fand in Safenwil die dritte Konferenz des Sicherheitsverbundes Schweiz mit rund 400 Teilnehmenden von Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft statt. Im Zusammenhang mit der Ende 2017 auslaufenden Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS) ging der Anlass der Frage nach, wo die Schweiz in der Sicherheit im Cyberbereich steht.

Zur Sensibilisierung der Teilnehmenden und Einführung in den Anlass wurde demonstriert wie Angreifer bei Social engineering vorgehen und wie leicht es ist, dadurch in Systeme eindringen zu können.

In Podien und Referaten diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und der Privatwirtschaft über die Herausforderungen der Cybersicherheit in Zeiten des Internets der Dinge und darüber, ob die Schweiz für diese Herausforderungen gerüstet ist.

Bundesrat Guy Parmelin erwähnt in seiner Rede, dass das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport eine Cyberverteidigungsstrategie entwickelt hat, um sich den Herausforderungen im Cyberraum zu stellen.

Peter Fischer, Delegierter für die Informatiksteuerung des Bundes, informierte über den Entscheid des Bundesrates vom 26. April 2017, dass das Eidgenössische Finanzdepartement bis Ende 2017 eine neue Strategie für 2018-2023 zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken erarbeiten soll. Die aktuelle Strategie (2012-2017) hat zum Ziel, die Cyber-Risiken durch eine verstärkte Zusammenarbeit von Behörden, Wirtschaft und Betreiber kritischer Infrastrukturen zu reduzieren, Bedrohungen und Gefahren im Cyber-Bereich frühzeitig zu erkennen und die Widerstandsfähigkeit von kritischen Infrastrukturen zu erhöhen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion debattierten Vertreterinnen und Vertretern der Armee, der Kantone und der Privatwirtschaft über ihre Erwartungen an die neue Strategie und darüber, wie die zentralen Akteurinnen und Akteure in die Erarbeitung und Umsetzung einbezogen werden sollen.

Podiumsdiskussion mit vier Leuten auf der Bühne.
Podiumsdiskussion mit Elisabeth Weyermann (Moderatorin), Roland Charrière, Marcus Griesser und Jean-Pierre Therre (L-R).

Cyberkriminalität betrifft uns alle – wenngleich längst nicht alle sich der Bedrohung bewusst sind. Hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter der Strafverfolgung diskutierten diesen Aspekt der Cybersicherheit. Bundesanwalt Michael Lauber und Beat Oppliger, Leitender Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich, lancierten das Gespräch mit weiteren involvierten Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Kantonen.

Abschliessend hielt Hans-Jürg Käser, Regierungsrat des Kantons Bern und Vorsitzender der Politischen Plattform SVS, fest, dass sich die Schweiz den Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit und Cyberkriminalität bewusst ist, sich diesen annimmt und auch bereits Fortschritte erzielt hat. In verschiedenen Bereichen gebe es, auch aufgrund der sich schnell wandelnden Bedrohungslage, jedoch noch Handlungsbedarf.

Quelle: Generalsekretariat VBS

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