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Mappa della rete NADAM
14 Februar 2018

Mit der 76. Station ist der Ausbau des NADAM-Netzes abgeschlossen

Das Netz für automatische Dosisleistungsalarmierung und -Messung (NADAM) dient der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) dazu, grossräumig und laufend die radiologische Situation in der Schweiz zu erfassen. Im 10-Minuten-Intervall werden die aktuellen Radioaktivitätsmesswerte an die NAZ übermittelt. Die Daten werden täglich ausgewertet. Bei Überschreiten einer gewissen Schwelle (>1000 nano-Sievert pro Stunde) wird sofort ein Alarm ausgelöst und der NAZ gemeldet. Die NAZ kann dann mit Hilfe ihres Partnernetzwerks Massnahmen ergreifen, um mehr über die Ursachen herauszufinden und wenn nötig die betroffene Bevölkerung zu schützen. Bei einem radiologischen Ereignis unterstützt das NADAM-Netz die NAZ dabei, das gefährdete Gebiet zu bestimmen und die allfälligen notwendigen Schutzmassnahmen zu bestimmen.

Warum genau zehn neue Stationen?

Analysen des NADAM-Netzes und Erfahrungen aus den letzten grossen Übungen haben gezeigt, dass bei gewissen Windsituationen eine potentielle radioaktive Wolke durch das NADAM-Netz schlüpfen kann und die NAZ dadurch zu wenig Messdaten erhält, um die radiologische Situation umfassend bestimmen zu können. In solchen Situationen müssen die betroffenen Gebiete nachträglich aufwändig und zeitverzögert mit mobilen Messmittel eruiert werden. Mit 10 neuen Stationen konnte das Netz mit vernünftigem Aufwand an den wichtigsten Stellen verstärkt werden.

Wo befinden sich die neuen Stationen?

Alle Sonden sind auf Messplätzen der MeteoSchweiz installiert. Sie ist auch für den Unterhalt und die Datenübermittlung an die NAZ verantwortlich.

Karte der Standorte des NADAM-Netz
Die rot eingefärbten Dreiecke zeigen die neuen Standorte. Insgesamt besteht das NADAM-Netz nun aus 76 Stationen.

Seit wann sind die neuen Stationen in Betrieb?

Am 03.11.16 wurden Cressier und Delémont, am 12.01.17 Bière, Fribourg/Posieux und Koppigen in Betrieb genommen. Die restlichen fünf Stationen Cham, Hallau, Mosen, Thun und Villars-Tiercelin sind seit dem 29.01.18 operativ.

Gab es Zwischenfälle?

Das ganze Projekt verlief dermassen problemlos, dass das Projekt statt im Dezember 2018 schon Ende Januar 2018 – also fast ein Jahr früher als geplant – abgeschlossen werden konnte. Dies ist umso erstaunlicher, da im Zuge des Projektes nicht nur das Material beschafft, installiert und getestet werden musste, sondern vielfach auch einsprachepflichtige Baubewilligungen eingeholt werden mussten.

Wie sehen die Stationen aus?

Messstation in Delémont mit neuer NADAM-Sonde
Messstation in Delémont mit neuer NADAM-Sonde (rechts, der unscheinbare längliche Zylinder) zusammen mit einem Niederschlagsmessgerät der MeteoSchweiz. Bild: Meteoschweiz

Wo kann ich die Radioaktivitätsmesswerte einsehen?

Die NAZ publiziert die aktuellen Messwerte aller Stationen auf ihrer Website.

Auf der Website www.radenviro.ch des Bundesamts für Gesundheit BAG sind zusätzlich die Werte weiterer Messnetze abrufbar.

Und Messwerte aus ganz Europa gibt es hier.

 

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