27 März 2020

Neues Coronavirus: Zusammen gegen Corona

Eine Welle der Solidarität geht durch die Schweiz: Überall möchten Menschen einen Beitrag leisten und bieten derzeit ihre Hilfe in Nachbarschaftshilfe-Gruppen an. Aufgrund der Massnahmen des Bundesrats sind viele auf die Hilfe anderer angewiesen.

In den letzten Tagen organisierten sich Gemeinden, Vereine und private Personen, um besonders gefährdeten Personen und erwerbstätige Eltern, die nicht im Home-Office arbeiten können, bei der Bewältigung ihres Alltags zu helfen. Ganz wichtig dabei ist, die Hilfe gezielt zu koordinieren, damit diese auch wirklich ankommt. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die Hilfsangebote und wo sich Freiwillige melden können.

Plattformen und Gruppen

Ein tolles Angebot, wo sich Helfer/innen und Hilfesuchende schweizweit suchen und finden können, bietet die Online-Plattform www.hilf-jetzt.ch. Mittels Eingabe der Postleitzahl werden Gruppen in der Region angezeigt. In erster Linie sind dies lokale Facebook-Gruppen und WhatsApp-Gruppen, in welchen Personen ihre Hilfe anbieten oder Hilfe gesucht werden kann.

Anleitungen für eigene Gruppen oder wichtige Hinweise für Helfer/innen stellt Hilf-Jetzt ebenfalls zur Verfügung. Denn ganz wichtig: Bei jeder Hilfe müssen die Hygiene-Anweisungen des BAG eingehalten werden. Helfen Sie beispielsweise nur, wenn Sie sich absolut gesund fühlen.

Liste von Helfer-Plattformen:

  • Hilf-Jetzt: Zusammen gegen Corona: Über die Plattform können bereits gegründete Gruppen und Initiativen gefunden oder neue Gruppen gegründet werden. Die Webseite bietet eine praktische Übersicht, die nach Postleitzahl gefiltert werden kann. Hilfreich: Zahlreiche Tipps sowie Hilfsmittel für die effektive Hilfe wie beispielsweise eine Quartierbrief-Vorlage (in vielen Sprachen).
  • Five up – Connect your help: In der App Five up lassen sich geschlossene Gruppen erstellen, um die Hilfe im nahen Umfeld zu erleichtern. Im Gegensatz zu Gruppen auf Facebook und WhatsApp kann direkt eingesehen werden, wo Hilfe benötigt wird und wo sich schon Personen gemeldet haben.
  • liebe-nachbarn.com: Mit einem Web-Tool können Aushänge personalisiert und in verschiedene Sprachen übersetzt werden.
  • Swiss Volunteers: Die Nonprofit-Organisation Swiss Volunteers stellt seine Helferplattform allen Schweizer Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich kostenfrei zur Verfügung.

Tipp: Apps, wie beispielsweise Bring!, vereinfachen es, für andere Personen einzukaufen.

Quartierbriefe

Allerdings haben digitale Lösungen auch einen Nachteil: Die meisten besonders gefährdeten Personen sind nicht digital unterwegs. Aber gerade diese Personengruppen müssen über das bestehende Hilfsangebot informiert werden. Das kann beispielsweise mittels Aushängen fürs Treppenhaus, die Briefkästen der Nachbarn und die Schwarzen Bretter des Quartiers, oder auch im direkten Gespräch – mit genügend Abstand – geschehen.

Unterstützung durch Gemeinden

Auch die Gemeinden unterstützen bei der Nachbarschaftshilfe:  Die Stadt Winterthur lancierte beispielweise kürzlich ein eigenes Portal für Nachbarschaftshilfe. In der «Winti App» gibt es eine neue Funktion «Nachbarschaftshilfe». In verschiedenen Sparten können dort Dienstleistungen kostenlos angeboten oder gesucht werden. Oder die Gemeinde Neuhausen am Rheinfall, sie hat ab dem 24. März 2020 eine Koordinationsstelle beziehungsweise eine Hotline für hilfesuchende Personen eingerichtet.

Wie kann ich sonst noch helfen?

Wir haben hier eine (nicht abschliessende) Liste zusammengestellt, wo Sie sich als Freiwillige/r melden können. Und zur Erinnerung: Sie leisten bereits einen enorm wichtigen Beitrag, wenn Sie einfach zuhause bleiben und die Verhaltensregeln des BAG einhalten. Die Schweiz dankt Ihnen dafür.

Organisationen, welche Freiwillige suchen:

Kantone, welche Freiwillige suchen:

Weitere Informationen:

 

Wie helfen Sie?

Haben Sie weitere Tipps und Tricks, wie man während der Corona-Krise einander beistehen und helfen kann? Schreiben Sie es in die Kommentare, damit auch andere davon profitieren können.

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